„Mono“ in der Schweriner KaOs-Galerie

von Peter Scherrer

Da kam die Schweriner „KaOs-Galerie“ an ihre räumlichen Grenzen. Mehr als 50 Kunstliebhaber*innen wollten sich die Eröffnung der Werkschau „Mono“ nicht entgehen lassen. Lilian Maiss heißt die 20-jährige Künstlerin, die mit ihrer ersten öffentlichen Ausstellung reichlich Aufmerksamkeit auf sich zog.

2019 zog Lilian Maiss von Niedersachsen in die Landeshauptstadt. Seitdem arbeitet sie intensiv an Collagen, Aquarellen und Kohlezeichnungen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet ihre Arbeit am sehr eigenen Comic-Stil. Ihre Malerei ist von einer einnehmenden Farbsprache. Die Zeichnungen variieren von sehr reduzierten Werken mit Kohlestiften bis hin zu Collagetechniken mit Acryl- und Ölfarbe. Die Ausstellung zeigt ihre Experimentierfreudigkeit. Effektvoll setzt sie Spiegelscherben in Bildern ein. Manche „Schwarz-Weiß-Fotografie“ entpuppt sich erst bei genauerem Hinsehen als Kohlenzeichnung.

Lilian Maiss in der KaOs Galerie

Der Düsseldorfer Maler und Bildhauer Christof Hartmann, ein Freund der Familie, kennt die junge Malerin seit vielen Jahren. Er skizzierte für die Besucher*innen der Vernissage die künstlerische Entwicklung von Lilian Maiss. Schon in früher Jugend habe sie Erlebtes und Gefühltes in Kunst verwandelt, ohne dabei den Anspruch zu erheben, Künstlerin zu sein. Gerade in den letzten fünf bis sechs Jahren habe sie „rasch zunehmend eine unglaubliche Menge an Kunstwerken geschaffen“. Der an der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildete Christof Hartmann ist sich sicher, dass „diese Frau ein Riesentalent ist“.

Musikalische Unterstützung lieferten Familienmitglieder Daniel Jobson (Gitarre) und Ulrich Maiß (BassCello)

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Dezember in der KaOs Galerie, Wittenburger Straße 16 zu sehen.

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