Elektronik und Experiment (Teil 2)
von Peter Scherrer
Ulrich Maiß ist ausgebildeter Cellist und ein „Tekkie“ – also jemand, den technische Errungenschaften aller Art brennend interessieren, und der sie auch nutzt. Ulrich Maiß hat ein Faible für Tekkie-Musik, also elektronisch erzeugte Klänge, und nennt sich „Cellectric“. So ist der Bach-Interpret gleichzeitig ein experimenteller Musiker, ein Klang- und Ton-Designer. Und dann gibt es noch den Wein! Der Weinkenner Maiß betreibt gleichzeitig Jacques’ Wein-Depot in Schwerin. Hier hat Ulrich Maiß regelmäßig Musik und Wein im Programm, denn die monatliche Soirée im Depot ist seit sieben Jahren eine feste Größe im Schweriner Veranstaltungskalender.

Hier zum Podcast mit Ulrich Maiß aka „Cellectric“ im Gespräch mit Peter Scherrer
Der gebürtige Düsseldorfer studierte Violoncello an der Hochschule der Künste in Berlin. Danach zog es ihn als Interpreten klassischer und zeitgenössischer Kammermusik an Spielstätten in Westeuropa, Nordamerika und Japan. Ulrich Maiß arbeitete mit namhaften Komponisten zusammen, wie Joseph Butch Rovan, Mario Bertoncini, Kasper T. Toeplitz und Ulrich Krieger. Auch Lou Reed, Al Di Meola, Zülfü Livaneli, Element of Crime und Markus Stockhausen gehörten zu seinen Kollegen. Seine Kompositionen wurden auf der Biennale in Venedig uraufgeführt.

Jeden letzten Sonnabend im Monat interpretiert er eine der sechs Suiten für Violoncello von Johann Sebastian Bach. Am 8. März um 19.00 Uhr ist Cellectric im 3E Konzert zu hören und sehen. 3E – das steht für ElectronicExperimentalExperience. Zu dem Hauskonzert mit innovativer elektronischer Musik lädt der Kulturkompass-MV ins Schweriner Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus ein. Auf dem Programm steht nach Ulrich Maiß die Berliner Band TaboTago. Infos und Anmeldung unter: info@kulturkompass-mv.de
Fotos: Peter Scherrer

Peter Scherrer, gelernter Metallfacharbeiter, Historiker, Gewerkschafter und Europäer, lebt in Schwerin. Er arbeitet als freier Journalist und seit November 2024 gibt er den Kulturkompass-MV heraus
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